Mittwoch, 7. März 2018

Die Parelli Formel Rapport - Respect - Impulsion - Flexion. IMPULSION

Hier nun die 3. Stufe der Formel, die uns dabei hilft, eine partnerschaftliche Beziehung mit dem Pferd aufzubauen: IMPULSION.


Impulsion - Klaudia DuifWenn man Impulsion hört, denkt man oft sofort an ein Pferd, welches bereitwillig vorwärts geht und eine Gangart zeigt, die vielleicht sogar spektakulär ist und im Idealfall eine Vorwärtsenergie aus der Hinterhand heraus meint. Impulsion wird im deutschen Sprachgebrauch mit Schwung übersetzt ist Teil der Skala der Ausbildung. Dort wird Schwung wie folgt definiert: 
SCHWUNG Übertragung des energischen Impulses aus der Hinterhand über den schwingenden Rücken auf die Gesamt-Vorwärts-Bewegung des Pferdes. 

Wer sich weiterhin über den Begriff der Impulsion oder Schwung im Netz schlau machen will, findet vor allem physische Definitionen und Lösungsansätze. 
Dabei bedeutet Impulsion/ Schwung in unserer Formel aber so viel mehr als der reine physische Ansatz.

Pat Parelli definiert Impulsion als kontrollierte Vorwärtsenergie. Also der Moment, wo ein Pferd genauso viel vorwärts denkt aber auch genauso viel an das Halten denkt. 
Impulsion ist also die Balance dazwischen. Der neutrale Punkt an dem ein Pferd jederzeit bereit ist vorwärts zu gehen aber auch jederzeit bereit ist, das Tempo zu verlangsamen bzw. zu halten. 

Impulsion Pferd. Blog Horsemanshipcenter - PferdezentrumIch stelle mir immer einen Verstärker vor, dessen Regler auf "neutral" stehen. Ich habe nun die Möglichkeit, die Regler auf LOW oder HIGH einzustellen. Ein Pferd dessen Regler eher auf LOW eingestellt sind, hat tendenziell weniger Energie, es denkt mehr an das Halten oder langsamer werden; es ist eher phlegmatisch. Typisch wäre, dass man solche Pferde immer wieder zum Vorwärtsgehen ermutigen muss. 
Ein Pferd dessen Regler eher auf HIGH eingestellt sind, hat tendenziell zu viel Vorwärtsenergie und ist eher impulsiv. Bei solchen Pferden hat man das Gefühl, man muss sie eher zurückhalten, um sie kontrollieren zu können.

Ein Pferd, dessen Regler mittig sind -so wie auf dem Bild- hat Impulsion/ Schwung.

Pat Parelli erklärt dies außerdem mit zwei einfachen Beispielen und unterscheidet kurze (phlegmatisch) und lange (impulsiv) Pferde. 

Natürlicherweise sind Wildpferde weder kurz noch lang. Sie verfügen über Impulsion. 
Eine Möglichkeit, "kurz" oder "lang" zu verstehen, ist die Fluchtdistanz (ca. 400 m). Im Fluchtmodus ist das Pferd im Instinktmodus (Rechte Gehirnhälfte - Horsenalities). Sobald es sich umdreht, um die Situation einzuschätzen, wechselt es zum Denkmodus (Linke Gehirnhälfte - Horsenalites).
Im Laufe der Zeit sind durch den Menschen im Rahmen von Zucht genetische Anpassungen vorgenommen worden und Pferde entstanden, die deren Fluchtdistanz eher verkürzt (kurze Pferde, z.B. Quarter Horses, Kaltblüter, Warmblüter) oder verlängert (lange Pferde, z.B. Araber, Vollblüter) wurde. 
Dazu kommt die Ausprägung (spirit). Die Ausprägung ist angeboren. Spirit kann mit einer Sicherung verglichen werden: kurze Sicherung - stark ausgeprägt = high spirit. Lange Sicherung - wenig ausgeprägt = low spirit. 

Hier ein kleines Video von Pat und einer Studentin zum Thema Impulsion beim Freestyle Reiten. In dem Fall ein impulsives Pferd.



Parelli Natural Horsemanship bietet tolle Impulsionsprogramme, die uns dabei unterstützen, dass wir unseren Pferden helfen, echte Impulsion zu erreichen, denn beim Thema Impulsion es geht letztendlich um mentale und emotionale Fitness. 
Ein Pferd, das über mentale und emotionale Fitness verfügt, hat Impulsion und ist bereit für den letzten Baustein unserer Formel: FLEXION. 
Mehr dazu im April. 

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